Der neue Präsident des Louvre hat öffentlich und unmissverständlich gewarnt, die berühmte Institution könnte ihre Türen für das Publikum irgendwann schließen müssen. Das Museum leidet derzeit an einem ernsten Zustand: Es ist völlig überfüllt und baulich erschöpft von der eigenen Beliebtheit.

Millionen Touristen reisen jedes Jahr um die halbe Welt, nur um in einem kollektiven Zustand leichter Gereiztheit an der Mona Lisa vorbeizuschlurfen, ein Ritual, das das historische Gebäude in sehr schlechtem Zustand hinterlassen hat. Die vorgeschlagene institutionelle Lösung ist eine Sanierung für rund eine Milliarde Euro, die zwölf bis fünfzehn Jahre dauern könnte, vermutlich dazu gedacht, die alten Böden gegen das schiere Gewicht moderner Kulturpflicht zu verstärken.

Das Museum steckt fest zwischen seiner polierten Markenidentität als universelles Heiligtum der Kunst und der rauen Wirklichkeit aus Atem und Schritten, die langsam das Fundament abtragen. Die Leitung nennt eine mögliche Schließung eine absolute Katastrophe und übersieht dabei völlig die stille Erleichterung, die die Kunstwerke selbst nach Jahrhunderten unablässigen Angestarrtwerdens empfinden könnten.

Was wirklich passiert ist

  • Louvre-Präsident Christophe Leribault (seit Februar 2026) warnte am 14. Oktober 2026 im Figaro, das Museum könnte ohne große Sanierung irgendwann schließen müssen; es sei „in sehr schlechtem Zustand“ und völlig überfüllt.
  • Er wirbt für eine Sanierung von rund 1 Milliarde Euro, die 12 bis 15 Jahre dauern könnte. Eine Schließung ist eine Warnung, kein Beschluss.
  • Quellen: Anadolu Agency, The Local France