Der Psychothriller „Verity“ mit Anne Hathaway und Dakota Johnson hat am ersten Oktoberwochenende die nordamerikanischen Kinocharts angeführt. Der Film nach dem Bestseller von Colleen Hoover spielte in den USA und Kanada rund 32,6 Millionen Dollar ein, international kamen etwa 30 Millionen hinzu, zusammen also rund 62,6 Millionen. Das Produktionsbudget liegt laut Berichten bei etwa 40 Millionen Dollar, der Film ist damit praktisch schon nach dem ersten Wochenende auf Gewinnkurs.
Zum Vergleich: Tom Cruises „Digger“ kam im selben Zeitraum auf rund 8 Millionen in Nordamerika, bei einem berichteten Budget von etwa 160 Millionen. Ein Viertel des Geldes, das Vierfache der Zuschauer. In jeder anderen Branche hieße das Effizienz. In Hollywood heißt es Überraschung.
Hollywood investiert Millionen, um herauszufinden, was das Publikum will. Das Publikum sagt es eigentlich jedes Wochenende umsonst.
Der Erfolg bestätigt, was sich seit Jahren abzeichnet: Romanvorlagen mit treuer Leserschaft, überschaubare Budgets und ein klarer Genre-Reiz schlagen oft das teure Starvehikel. Irgendwo in einem Konferenzraum erklärt vermutlich gerade jemand, warum „Digger“ trotzdem eine wertvolle Lernerfahrung für die Zielgruppenansprache war. Das Publikum hat derweil einfach ein Ticket für den Film gekauft, den es sehen wollte.
Was wirklich passiert ist
- „Verity“ startete am Wochenende 2. bis 4. Oktober 2026 mit rund 32,6 Millionen Dollar auf Platz eins in Nordamerika, dazu etwa 30 Millionen international. Das Budget wird mit rund 40 Millionen Dollar angegeben. AV Club, The Hollywood Reporter
- Die Wochenendzahlen basieren auf Studioschätzungen und können sich leicht ändern.