Aaron Sorkins „The Social Reckoning“ ist am Freitag in den US-Kinos gestartet. Der Film versteht sich als Begleitstück zu „The Social Network“ von 2010 und erzählt die Geschichte von Frances Haugen, der früheren Facebook-Mitarbeiterin, die 2021 interne Dokumente über die Folgen der Plattform öffentlich machte. Mikey Madison spielt Haugen, Jeremy Strong übernimmt Mark Zuckerberg. Die Kritiken sind gemischt bis freundlich, die Diskussion über Strong als Zuckerberg ist lebhafter als die über den Algorithmus.
Damit hat Hollywood eine bemerkenswerte Trilogie fast vollendet. Teil eins: Ein Student baut eine Plattform. Teil zwei: Eine Mitarbeiterin erklärt, was die Plattform angerichtet hat. Zwischen beiden Filmen haben drei Milliarden Menschen das Drehbuch freiwillig und unbezahlt fortgeschrieben, mit Urlaubsfotos, Verschwörungstheorien und Geburtstagsgrüßen von Leuten, die man seit der Grundschule nicht gesehen hat.
Ein Film über die Macht der Algorithmen, dessen Erfolg davon abhängt, ob der Algorithmus den Trailer mag. Mehr Meta geht nicht.
Das ist kein Vorwurf an Sorkin, sondern der Zustand der Branche: Kritik an Plattformen wird über Plattformen verkauft, Empörung über Engagement-Maschinen erzeugt Engagement. Wer den Film sehen will, findet die Spielzeiten vermutlich zuerst in einem Feed, der genau weiß, dass man sich für Filme über Feeds interessiert. Einen deutschen Kinostart nennen die bisherigen Berichte nicht.
Was wirklich passiert ist
- „The Social Reckoning“ von Aaron Sorkin startete am 9. Oktober 2026 landesweit in den USA (Sony/Columbia). Mikey Madison spielt Frances Haugen, Jeremy Strong Mark Zuckerberg. The Hollywood Reporter, Rotten Tomatoes