Paramount Skydance hat am Dienstag die Übernahme von Warner Bros. Discovery abgeschlossen. Der neue Konzern heißt schlicht Skydance. Unter einem Dach liegen nun drei große Filmstudios (Paramount, Warner Bros. und Skydance), zwei Streamingdienste (Paramount+ und HBO Max) und zwei Nachrichtensender (CNN und CBS), dazu Marken von Harry Potter bis „Der Pate“. Der Deal bewertet Warner Bros. Discovery inklusive Schulden mit rund 110 Milliarden Dollar, die größte Medienübernahme der Geschichte. Konzernchef ist David Ellison, an seiner Seite der frühere Mattel-Chef Ynon Kreiz als Co-CEO.
Ellison hatte sich in einem monatelangen Bieterkampf gegen Netflix durchgesetzt und dafür neun Angebote abgegeben. Um eine Kartellklage mehrerer US-Bundesstaaten beizulegen, sagte er unter anderem ein Gremium zum Schutz der redaktionellen Unabhängigkeit von CNN zu und zusätzliche 1,5 Milliarden Dollar für Filme über fünf Jahre.
Hollywood hat jahrzehntelang Filme über Imperien, Macht und feindliche Übernahmen gedreht. Jetzt hat es sich selbst gecastet.
Bei solchen Deals verspricht das Management stets Effizienz, kreative Möglichkeiten und bessere Angebote. Die Beschäftigten hören besonders aufmerksam beim Wort Effizienz zu. Hunderte Branchenleute hatten vor Jobverlusten und weniger Vielfalt gewarnt. Für Zuschauer in Deutschland dürfte sich zuerst die Frage stellen, wie viele Abos man künftig noch braucht. Die ehrliche Antwort lautet vermutlich: anders viele, aber nicht weniger.
Was wirklich passiert ist
- Paramount Skydance schloss die Übernahme von Warner Bros. Discovery am 6. Oktober 2026 ab. Der Konzern heißt Skydance, CEO ist David Ellison, Co-CEO Ynon Kreiz. Bewertung inklusive Schulden rund 110 Milliarden Dollar. Axios, Washington Post
- Zur Einigung mit den US-Bundesstaaten gehören ein Gremium für die redaktionelle Unabhängigkeit von CNN und 1,5 Milliarden Dollar zusätzliche Filmausgaben über fünf Jahre. Philadelphia Inquirer