Heftige Regenfälle haben am Sonntag in Katalonien schwere Überschwemmungen ausgelöst. Zwei Menschen kamen ums Leben, eine Person wurde vermisst. In Tordera starb ein Mensch, als auf einem Campingplatz eine Mauer einstürzte, in Montornès del Vallès ertrank ein Mensch in einer überfluteten Garage. In Pineda de Mar wurde eine Person von einem Bach mitgerissen. Barcelona erlebte laut Euronews den regenreichsten Tag seit mindestens zwanzig Jahren, an einer Messstation fielen 213 Liter pro Quadratmeter.
Der Fluss Besòs überschritt im Unterlauf die Gefahrenschwelle, die Behörden schickten Warnungen an Anwohner in Barcelona, Montcada i Reixac, Santa Coloma de Gramenet und Sant Adrià de Besòs. Der Zivilschutz rief dazu auf, unnötige Fahrten zu vermeiden. Regionalzüge wurden eingestellt, am Flughafen fielen Flüge aus, in Granollers holte die Feuerwehr Menschen aus Autos in einem überfluteten Kreisverkehr.
Politiker nennen so etwas gern ein außergewöhnliches Ereignis. Das Außergewöhnliche daran ist inzwischen vor allem, wie oft es vorkommt.
Ein einzelnes Unwetter lässt sich nicht automatisch dem Klimawandel zuschreiben. Aber die Frage, ob Kanalisation, Flussbetten und Katastrophenschutz in dicht besiedelten Regionen für solchen Regen gebaut sind, wird jedes Jahr dringlicher. Für die Menschen, deren Keller unter Wasser stehen, ist die statistische Einordnung zweitrangig. Sie wollen wissen, wann es aufhört und wer den Schaden zahlt.
Was wirklich passiert ist
- Bei Unwettern in Katalonien starben am 4. Oktober 2026 zwei Menschen, eine Person wurde vermisst. Barcelona erlebte den regenreichsten Tag seit mindestens zwei Jahrzehnten, der Besòs überschritt die Gefahrenschwelle. France 24 / AFP, Spain in English
- Messwerte zu Niederschlag und Pegeln unterscheiden sich je nach Station und Quelle.