Tom Cruises schwarze Komödie „Digger“ hat am ersten Wochenende in Nordamerika nur rund 8 Millionen Dollar eingespielt und landete auf Platz fünf. International kamen laut AV Club etwa 20 Millionen hinzu. Dem steht ein berichtetes Produktionsbudget von rund 160 Millionen Dollar gegenüber, manche Schätzungen gehen bis 180 Millionen. Es ist laut Branchenberichten Cruises schwächster Kinostart seit 19 Jahren. Hochrechnungen für den Verlust reichen von etwa 150 bis 250 Millionen Dollar.

Pikant ist das Timing: „Digger“ war der letzte Film, den Warner Bros. vor der Übernahme durch Paramount Skydance in die Kinos brachte. Ein Abschiedsgeschenk mit Rückgaberecht, sozusagen. Und das ausgerechnet von einem Mann, der seit Jahrzehnten als letzter echter Kinostar gilt, der Menschen allein mit seinem Namen ins Kino holt.

Tom Cruise hängt sich an startende Flugzeuge und springt von Klippen. Das Risiko, an dem er diesmal gescheitert ist, hieß: Komödie.

Hollywood wird daraus umfassende strategische Schlüsse ziehen. Erfahrungsgemäß beginnt dieser Prozess damit, dass mehrere Führungskräfte erklären, warum das Ergebnis trotz allem wichtige positive Signale enthält. Das Publikum hat derweil am selben Wochenende sehr klar gezeigt, was es sehen wollte: einen Thriller mit einem Budget von einem Viertel.

Was wirklich passiert ist

  • „Digger“ spielte am Startwochenende (2. bis 4. Oktober 2026) rund 8 Millionen Dollar in Nordamerika und etwa 20 Millionen international ein. Das Budget wird mit rund 160 Millionen Dollar angegeben. AV Club, The Hollywood Reporter
  • Die Angaben zu Budget und erwartetem Verlust schwanken je nach Quelle.