Seit Mittwoch sind alle acht Folgen von Mike Flanagans „Carrie“ bei Prime Video abrufbar. Es ist die erste Serienfassung von Stephen Kings Debütroman von 1974. Summer H. Howell spielt Carrie White, Matthew Lillard den Schulleiter. Flanagan hat die Geschichte konsequent in die Gegenwart geholt: Die Schüler gehen täglich durch Metalldetektoren, an Carries erstem Schultag läuft eine Amok-Übung, und jede Demütigung wird gefilmt, geteilt und archiviert.

Gegenüber Reuters sagte Flanagan, er habe eigentlich nie vorgehabt, „Carrie“ neu zu verfilmen. Seine Sicht habe sich geändert, als sein ältester Sohn kurz vor dem Wechsel auf die Highschool stand. In anderen Interviews beschreibt er die Sorge, dass Fehler von Jugendlichen im Netz für immer bleiben.

1974 musste Carrie telekinetische Kräfte entwickeln, um eine ganze Schule bloßzustellen. 2026 reicht dafür ein Telefon mit 12 Prozent Akku.

Das ist die eigentliche Pointe der Neuauflage. Für die Aktualisierung mussten vor allem die Geräte ausgetauscht werden. Die menschliche Bereitschaft, andere systematisch fertigzumachen, erwies sich als erstaunlich zeitlos. Flanagan denkt bereits über drei Staffeln nach. Stoff dürfte das Internet zuverlässig nachliefern.

Was wirklich passiert ist

  • Mike Flanagans achtteilige Serie „Carrie“ erschien am 7. Oktober 2026 komplett bei Prime Video. Die Handlung spielt in der Gegenwart, mit Social Media, Cybermobbing und Amok-Übungen. iHorror, TV Insider
  • Flanagan sagte, seine Perspektive habe sich geändert, als sein Sohn kurz vor dem Highschool-Eintritt stand. /Film